Information 413/2021: Landeshauptstadt stellt „Showroom interaktive Displays für Potsdamer Schulen“ vor
MAZ: Die Tafel der Zukunft ausprobiert
In einem „Testraum“ im Treffpunkt Freizeit können Lehrer digitale Systeme testen, bevor sie sich für eines entscheiden
Von Yunus Gündüz

Lehrerinnen und Schulleiterinnen testeten die Technik. foto: varvara Smirnova
Potsdam. Zwei Lehrer schreiben sichtlich begeistert gleichzeitig ohne Probleme auf einer Tafel. Das Besondere: Sie schreiben mit den Fingern. Es ist nämlich keine herkömmliche Tafel, sondern ein digitaler und interaktiver Bildschirm. Der Treffpunkt Freizeit am Neuen Garten wurde am Freitag zum Treffpunkt Zukunft. In einem von der Stadt Potsdam eingerichteten Showroom werden interaktive Displays, Whiteboards und Beamer vorgestellt – sogenannte Präsentationstechnik. Der Fachbereich E-Government der Stadt Potsdam möchte mit Geld aus dem Digitalpakt die Potsdamer Schulen mit mehr Bildschirmen ausstatten und hat bereits eine Vorauswahl an 14 geeigneten Geräten getroffen. So ermöglicht die einmonatige Ausstellung, dass Lehrer sich mit den Produkten und Möglichkeiten verschiedener Anbieter vertraut machen und beraten lassen können.
Nun will Thomas Morgenstern-Jehia vom Fachbereich E-Government der Stadt Potsdam gemeinsam mit den Potsdamer Schulen ermitteln, welches Gerät am besten für den Schulalltag geeignet ist: „Wir wollen nicht über die Köpfe hinweg entscheiden.“ Anschließend sollen entsprechende Geräte angeschafft werden, um 46 Potsdamer Schulen damit auszustatten. Dazu braucht es aber das Feedback der Schulen: „Bisher haben fünf Schulen teilgenommen und neun haben sogar noch während der Ferienzeit Termine gebucht“, erklärt ein Sprecher der Stadt.
Eine Besucherin war die stellvertretende Schulleiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums, Dörte Schubert. Frei nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“ sprach sie eine Empfehlung für das Format aus: „Sie haben gesehen, wie die Kollegen schon ins Spielen kamen. Die Beratung und das Ausprobieren vor Ort geben einem ein besseres Gefühl für die Möglichkeiten.“ Bei den interaktiven Displays wurde ebenfalls darauf geachtet, dass Hardware und Software voneinander strikt getrennt sind – auf den Geräten laufen Programme unterschiedlichster Anbieter.
Um das Feedback so aussagekräftig wie möglich zu gestalten, stehe man daher im Austausch mit den Schulen. Die Besucher kamen aus teils unterschiedlichen Schulformen wie Grundschulen, Oberschulen und Gymnasien.
Das ist laut der Schulleiterin auch ein wichtiger Gesichtspunkt: „Wir möchten uns möglichst viel Freiheit bei der Ausgestaltung des Unterrichts beibehalten.“ Für die Investition in neue Präsentationstechnik stehen circa 1,1 Millionen Euro aus dem Digitalpakt zur Verfügung, wovon etwa 108 000 Euro aus den Eigenmitteln der Stadt Potsdam kommen. Der Bedarf liegt über den Fördermitteln“, antwortet Thomas Morgenstern-Jehia auf die Frage, ob damit alle Schulen ausreichend ausgestattet werden können. Man werde aber für das Projekt auch zukünftige Fördermittel und städtische Mittel in Anspruch nehmen.


Gezeigt werden neben Displays, Raumlüfter, Funk-tionsmöbel und technische Geräte zur Signalüber-tragung. Geräte und Einrichtungsmobiliar für den digitalen Klassenraum.








