{"id":12,"date":"2021-06-21T14:49:00","date_gmt":"2021-06-21T12:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/getwid.getmotopress.com\/?p=12"},"modified":"2021-06-22T09:28:07","modified_gmt":"2021-06-22T07:28:07","slug":"new-corporate-style-website","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/potsdam.interaktive-medien.info\/?p=12","title":{"rendered":"Die Digitalisierung kennt kein Ende"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Digitalisierung kennt kein Ende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als ein Jahr Distanzlernen und\/oder hybrides Lernen liegt hinter uns. In den Medien wird h\u00e4ufig \u00fcber einen Digitalisierungsschub gesprochen, den die Pandemie hervorgerufen hat. Richtig ist, dass von einem Tag auf den anderen der Unterricht aus den Klassen in die heimischen vier W\u00e4nde verlegt wurde. Und das h\u00e4tte sich sicher niemand vorstellen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alle m\u00fcssen uns nun die Frage stellen, wie wir den Corona-bedingten Modernisierungsschub f\u00fcr uns nutzen k\u00f6nnen. Wenn der Unterricht nach den pandemie-bedingten Schlie\u00dfungen wieder in den Schulen stattfinden wird, wird sich die Art der Wissensvermittlung ver\u00e4ndert haben. Es w\u00e4re regelrecht fahrl\u00e4ssig, die \u00fcber die vergangenen Monate gewonnenen digitalen Kompetenzen einfach beiseitezulegen und so weiterzumachen wie vor Corona. Digital gest\u00fctzter Unterricht darf nicht nur was f\u00fcr den &#8222;Ernstfall\u201c bleiben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch den DigitalPakt, der ja an sich nichts mit der Situation durch Corona zu tun hat, haben die Schulen die M\u00f6glichkeit, sich infrastrukturell und technisch neu auszurichten und zeitgem\u00e4\u00df aufzustellen. Es ist deshalb auch ein guter Zeitpunkt zu \u00fcberlegen, wie Schule nach der Corona Krise aussehen soll und wie man digitales Arbeiten mit dem Pr\u00e4senzlernen verbinden kann. Der DigitalPakt ist insofern wichtig, als dass er die finanziellen Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellt. Wir haben durch das vergangene Jahr ziemlich genaue Vorstellungen davon erhalten, was es bedeutet, Lehren und Lernen digital umzusetzen. Es n\u00fctzt nichts, Technik in die Klassenr\u00e4ume zu stellen, wenn es daf\u00fcr kein p\u00e4dagogisches Konzept gibt und die Lehrkr\u00e4fte keine entsprechenden Schulungen erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fakt ist, das Thema bleibt auf der Agenda. Gute zeitgem\u00e4\u00dfe digitale Bildung wird die Chancen junger Menschen am Arbeitsmarkt ma\u00dfgeblich bef\u00f6rdern und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Unternehmen sicherstellen. Somit ist digitale Bildung der Schl\u00fcssel zur Teilhabe in unserer Gesellschaft: im Beruf, als Verbraucher*in oder und als m\u00fcndige B\u00fcrger*in.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Liebe Potsdamer Lehrkr\u00e4fte, lassen Sie uns loslegen und alle Klassenzimmer digitaler werden, um allen Kindern- und Jugendlichen in Potsdam Teilhabe an einer Gesellschaft zu erm\u00f6glichen, in der digitale Medien zur Normalit\u00e4t geworden sind!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben uns alle bereits auf den Weg gemacht und das ist gut so. Es lohnt sich, einmal innezuhalten, um dar\u00fcber nachzudenken, welche Erwartungen man selbst an guten digitalen Unterricht hat und welche Voraussetzungen dabei erf\u00fcllt sein m\u00fcssen. Richtet man seinen Blick im Vorfeld schon auf Herausforderungen und M\u00f6glichkeiten, ist man vorbereitet und kann effektiv arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dazu 5 Thesen zur Digitalisierung an den Schulen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Digitalisierung verschwindet nicht mehr.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 1972 wurde die erste E-Mail versendet, 1980 waren 15 Rechner \u00fcber das \u201eUSENET\u201c miteinander verbunden und Ende 1992 waren bereits 1 Million Rechner im Netz. Ein Jahr sp\u00e4ter soll Bill Gates seinem Team bei Microsoft gesagt haben: \u201eDas Internet ist nur ein Hype\u201c. Wir wissen heute, dass er mit dieser Aussage danebenlag. Die digitale Transformation ist unumkehrbar. Das Internet bietet viele angenehme Nutzungsm\u00f6glichkeiten, von der Informationsnutzung, dem Kommunizieren bis zum Einkaufen oder der Urlaubsbuchung. Aber auch f\u00fcr die Wirtschaft ist die Digitalisierung von gr\u00f6\u00dfer Bedeutung. So geben 8 von 10 Unternehmen (84 Prozent) an, dass die Digitalisierung durch die Corona-Pandemie f\u00fcr das eigene Unternehmen wichtiger geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also packen wir es an!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterf\u00fchrende Literatur: <a href=\"http:\/\/DER D21-DIGITAL-INDEX 2020 \/ 2021\">D21-DIGITAL-INDEX 2020 \/ 2021<\/a>, Studie Initiative D21<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Digitalisierung erfordert Investitionen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Digitalpakt ist inzwischen auf eine Summe von mehr als 7 Milliarden Euro angestiegen. Der Bund m\u00f6chte damit den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Schulen vorantreiben. Daf\u00fcr gab der Bund insgesamt 5 Milliarden Euro und die L\u00e4nder noch einmal 500 Millionen Euro. Zwischenzeitlich wurde das F\u00f6rderprogramm mehrfach aufgestockt:&nbsp; 500 Millionen zur Anschaffung von Leihger\u00e4ten f\u00fcr bed\u00fcrftige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler (Sofortausstattungsprogramm), 500 Millionen zur Anschaffung von Dienstlaptops f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte und weitere 500 Millionen f\u00fcr die Finanzierung von IT-Administratoren f\u00fcr die Schulen. Mit der Anschaffung von Laptops und digitalen Tafeln ist es aber bei weitem nicht getan. Damit die Technik dauerhaft in den Schulen funktioniert, ist es z. B. notwendig, nachhaltige Konzepte f\u00fcr die Betreuung der Netzwerke etablieren. Daf\u00fcr ben\u00f6tigen die Kommunen Finanzmittel und entsprechendes IT-Personal, beides nicht so leicht l\u00f6sbar. Die Technik wird wiederum nur genutzt werden, wenn den Lehrkr\u00e4ften digitale Lerninhalte, wie Apps\/Software und digitale Schulb\u00fccher zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Ohne gut geplante Folgema\u00dfnahmen wird in Technik investiert, die veraltet ist, bevor sie sinnvoll im Unterricht genutzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wird zu kl\u00e4ren sein, welche zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung die Schulen mittel und langfristig ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterf\u00fchrende Literatur: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.ksta.de\/schule\/schule-ist-zukunft\/gastbeitrag-von-schulministerin-yvonne-gebauer--wir-brauchen-einen-digitalpakt-2-0--38485394?cb=1624305999286\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.ksta.de\/schule\/schule-ist-zukunft\/gastbeitrag-von-schulministerin-yvonne-gebauer--wir-brauchen-einen-digitalpakt-2-0--38485394?cb=1624305999286\" target=\"_blank\">Wir brauchen einen Digitalpackt 2.0<\/a>, Gastbeitrag im K\u00f6lner Stadtanzeiger von Schulministerin Yvonne Gebauer, 16.06.2021<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mind the gap: Digitalisierung und Bildungsgerechtigkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den vergangenen 15 Jahren kamen verschiedene internationale Schulleistungsvergleichsstudien (PISA, IGLU, IQB-L\u00e4ndervergleich etc.) zu dem ern\u00fcchternden Ergebnis, dass in keinem anderen vergleichbaren Land die soziale Herkunft so stark \u00fcber die Zukunft von Kindern entscheidet wie in Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zunehmende Digitalisierung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ver\u00e4ndert die Gesellschaft wie keine andere Entwicklung zuvor. Den Prozessen der Digitalisierung kann man sich nicht mehr entziehen. Deshalb bedeutet Bildungsgerechtigkeit eben nicht nur die Bereitstellung und Nutzung von Technik und Infrastruktur, sondern auch die Teilhabe aller sicherzustellen. Der selbstverst\u00e4ndliche Umgang mit Informationstechnik und digitalen Medien ist inzwischen in den meisten Berufsfeldern selbstverst\u00e4ndlich. Auch im privaten Kontext m\u00fcssen sich Kinder- und Jugendliche mit den Chancen und Risiken digitaler Medien auseinandersetzen. Digitalisierung ver\u00e4ndert die Anforderungen an die Menschen und ist aus der Arbeitswelt der Zukunft nicht mehr wegzudenken. Es wird in Schulen wichtiger als je zuvor, alle Sch\u00fcler*innen auf die Herausforderungen der Lebens- und Arbeitswelt von morgen vorzubereiten und sie auch in Bezug auf den korrekten Umgang mit Informationen und Daten aufzukl\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche Gelingensbedingungen ben\u00f6tigen Sie an Ihrer Schule daf\u00fcr?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterf\u00fchrende Literatur: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.forumbd.de\/publikationen\/plan-bd-fast-forward\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.forumbd.de\/publikationen\/plan-bd-fast-forward\/\" target=\"_blank\">Fast Forward<\/a> , Studie, Forum Bildung Digitalisierung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Digitalisierung geht nicht per se mit besserem Unterricht einher<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Einsatz digitaler Medien bringt viele Vorteile: Es kann Spa\u00df machen, das Lernen vereinfachen und dabei unterst\u00fctzen, dass Inhalte passgenau und individuell zur Verf\u00fcgung gestellt werden k\u00f6nnen. Digitalisierung per se ist aber nicht das Allheilmittel f\u00fcr das deutsche Bildungssystem. Wie sagt man so sch\u00f6n: es kommt auf die Mischung an. Das Zusammenspiel aus Technik, Inhalt und Lehrkraft muss stimmen. Die modernste und beste Technik wird obsolet, wenn es keine zu vermittelnden Inhalte gibt oder niemand da ist, der diese bedienen kann. Die interessantesten Inhalte bringen nichts, wenn weder die Lehrkraft noch die Lernsoftware in der Lage sind, diese entsprechend gut aufbereitet zu vermitteln. Noch immer sind Bedenken und Vorurteile digitaler Medien von Lehrkr\u00e4ften in Deutschland st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt sind als in Nachbarl\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um dieses Spannungsfeld aufzul\u00f6sen, m\u00fcssen verschiedene Aspekte ber\u00fccksichtigt werden:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Schulen ben\u00f6tigen die finanziellen Mittel, um moderne digitale Technik zu beschaffen.<\/li><li>Die Beschaffung von Lizenzen f\u00fcr Software und andere Tools f\u00fcr die Nutzung der Technik ist die Voraussetzung daf\u00fcr, dass die Technik eingesetzt wird.<\/li><li>Die Implementierung von Fortbildungsma\u00dfnahmen sorgt daf\u00fcr, dass Lehrkr\u00e4fte in die Lage versetzt werden, digitale Medien zum Bestandteil des eigenen Unterrichts machen zu k\u00f6nnen.<\/li><li>Ein umfassendes Datenschutzkonzept st\u00e4rkt das Vertrauen in den Umgang mit digitalen Medien.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterf\u00fchrende Literatur: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.gfdb.de\/vorteile-unterricht-digitale-medien\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.gfdb.de\/vorteile-unterricht-digitale-medien\" target=\"_blank\">5 Vorteile f\u00fcr die Arbeit mit digitalen Medien<\/a>, Gesellschaft f\u00fcr digitale Bildung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie passen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland hat sich dazu verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein. Das bedeutet, dass nur so viele Treibhausgase ausgesto\u00dfen werden d\u00fcrfen, wie gebunden werden. Die rasant fortschreitende Digitalisierung tr\u00e4gt aber erheblich zur globalen Klima- und Umweltbelastung bei. Die Studie des franz\u00f6sischen Thinkthanks \u201eThe Shift Project\u201c kam 2019 zu dem Ergebnis, dass die Nutzung digitaler Technologien und die daf\u00fcr ben\u00f6tigte Infrastruktur etwa vier Prozent der globalen CO2-Emissionen verursachen. Bei dem derzeitigen Tempo der Digitalisierung wird der Anteil weiterhin schnell steigen. Im Vergleich dazu verursacht der globale Flugverkehr etwa 2,5 Prozent. Digitalisierung ist bisher darauf ausgelegt, den Menschen mehr Bequemlichkeit und Komfort zu erm\u00f6glichen, was z. B. zu mehr Konsum und einem h\u00f6heren Energieverbrauch f\u00fchrt. Jede Google-Suche, das Speichern alter E-Mails kosten Energie, das Streaming von Videos und das Training k\u00fcnstlicher Intelligenz (Smart Home, Sprachassistenten etc.) verschlingen enorme Energiemengen. Wie l\u00e4sst sich der Zielkonflikt zwischen Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufl\u00f6sen? Die L\u00f6sung wird in der Entwicklung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle und Konzepte liegen, die die Vereinbarkeit mit dem Klimaschutz mitdenken. Aber auch Rechenzentren k\u00f6nnen mit gr\u00fcnem Strom betrieben werden und elektronische Ger\u00e4te wie Smartphones reparaturf\u00e4hig sein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiterf\u00fchrende Literatur: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.wwf.de\/aktiv-werden\/bildungsarbeit-lehrerservice\/digitalisierung-und-nachhaltigkeit\" target=\"_blank\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.wwf.de\/aktiv-werden\/bildungsarbeit-lehrerservice\/digitalisierung-und-nachhaltigkeit\">Digitalisierung und Nachhaltigkeit<\/a>, Studie des WWF und der Robert Bosch Stiftung, Felix S\u00fchlmann-Faul und Stephan Rammler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung kennt kein Ende Mehr als ein Jahr Distanzlernen und\/oder hybrides Lernen liegt hinter uns. 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